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unterschiedlich markiert. Die erste Markierung erscheint bei der Auswertung grün,
die zweite rot. Rein grüne Felder im Diagramm weisen also auf eine ausschließliche
Aktivität der Gene vor der Behandlung, rote auf die Aktivität erst nach der
Behandlung hin. Mischfarben bedeuten, dass in beiden Fällen das entsprechende Gen
angeschaltet war. Schwarze Felder zeigen inaktive Gene an. Der Computer liest die
Genchips mit einem Laserscanner aus und ermöglicht den schnellen Vergleich
zwischen mehreren Proben.
Biochips lassen sich auch einsetzen, um Krankheitserreger zu identifizieren, indem
eine Gewebeprobe des Patienten nach DNA von in Frage kommenden
Mikroorganismen untersucht wird.
Tests mit diesen Chips sind eine gute Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeiten für
die Erkrankung und den Zeitpunkt der Erkrankung eines Menschen an bestimmten
Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes oder bestimmten Krebsarten zu bestimmen. Auf
diese Weise kann schon vor dem ersten Auftreten der Symptome damit begonnen
werden, Vorsorge zu treffen oder sogar eine Therapie zu starten. Zumindest weiß man
dann, worauf man bei einzelnen Patienten zu achten hat. Die Behandlung wird so
stark vereinfacht.
Ein Genchip kann aber eben auch eingesetzt werden, um individuelle
Medikamente zu verschreiben. Dazu wird die DNA eines Patienten auf eventuelle
Unverträglichkeiten untersucht und somit die genetische Anfälligkeit für
Nebenwirkungen getestet. Der Arzt kann dann aus mehreren verfügbaren
Arzneimitteln das verträglichste und wirkungsvollste aussuchen.
Mit der Hilfe von DNA-Chips können auch Expressionsprofile von Zellen erstellt
werden. Dabei handelt es sich um Momentaufnahmen der Proteinkonzentration in der
Zelle. Daraus lässt sich schließen, welche Gene zu diesem Zeitpunkt aktiv sind.
Gemessen wird die Dichte verschiedener RNA-Moleküle, die den Bauplan für die
Proteine tragen. Für die Medizin ist dabei interessant, wie sich die Funktionen der
Zellen bei Krankheit oder durch Medizin verändert. Außerdem lässt sich testen, wie
die Zelle auf bestimmte Störungen reagiert. Direkte Nachweise, so genannte Protein-
Chips, sind in der Entwicklung.
Eine Vorgehensweise, um Medikamente zu überprüfen und zu verbessern, ist
beispielsweise folgende: zunächst werden Expressionsprofile von Herzzellen
angelegt. Diese waren verschiedenen toxischen Verbindungen und Medikamenten
ausgesetzt. Mit dem zu prüfenden Wirkstoff behandelte Zellen können dann mit den
Ergebnissen der anderen Tests verglichen werden. Dadurch kann herausgefunden
werden, ob und wie das Herz durch diesen Wirkstoff geschädigt werden würde.
Ziel einiger Genetikfirmen ist es, einen 1-Stunden-Test anzubieten [7], mit dem
jeder Mensch sein eigenes Erbgut analysieren kann. Wieweit es positiv ist, z.B. über
den Ausbruch einer nicht zu behandelnden tödlichen Krankheit schon früh bescheid
zu wissen, ist aber fraglich. Einige Menschen ziehen es sicher vor, nicht zu genau
über den möglicherweise baldigen Zeitpunkt ihres Todes informiert zu sein. Kritiker
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